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Kath. Friedhof Heilig Kreuz Borkenwirthe

Geschichte:

Drei Jahre nach dem Kirchenneubau und der Gründung der HI. Kreuz-Gemeinde hatte der Bauausschuss des Kirchenneubaus eine neue Aufgabe: die Anlage eines Friedhofs. Schnell war man sich darüber einig, dass der neue Friedhof in der Nähe des Gotteshauses angelegt werden sollte. Bereitwillig wurde das Gelände hierfür von Bauern zur Verfügung gestellt. In dem pensionierten Stadtbaumeister Theodor Strünker aus Borken und vor allem im Gartenbauarchitekten Nießing aus Bocholt fand man die geeigneten Fachleute für die Planung des Vorhabens. Bis Oktober 1952 waren die Vorarbeiten geleistet. Aufgeteilt wurde die Fläche in Einzelgräber und Familiengruften verschiedenster Größe. Eine finanzielle Unterstützung sah damals die Kirchengemeinde in dem Verkauf möglichst vieler Familiengruften. Von Anfang an war man darauf bedacht, die Ruhestätten der Verstorbenen würdig zu gestalten. Nicht große Denkmäler sollten die Gräber überladen, sondern einfache Grabsteine mit einem religiösen Zeichen sollten den Namen des Verstorbenen tragen. Das große, hölzerne Friedhofskreuz wurde zunächst gegenüber der Kirche an der Mitte der Westgrenze des Friedhofs aufgestellt, später erhielt es seinen jetzigen Standort diagonal dem Eingang gegenüber. Wenn man heute den Friedhof betritt, denkt man an einen gut gepflegten Garten. Alle Besitzer einer Grabsteile oder Familiengruft sind darauf bedacht, die Ruhestätte ihrer verstorbenen Angehörigen würdig zu gestalten und gut zu pflegen. Vor und nach den Gottesdiensten kann man häufig Angehörige in stillem Gedenken vor der Familiengruft stehen sehen oder bei der Pflege des Grabes ihrer Angehörigen. Umgeben ist der Friedhof an drei Seiten mit einer Wallhecke. Im Osten steht die Kirche Heilig Kreuz. In ihr hat nicht nur jede Beerdigung ihren Anfang und ihr Ende, von ihr aus nehmen auch mehrmals im Jahr Prozessionen ihren Anfang, um so die verstorbenen Angehörigen immer wieder sichtbar an dem Gemeindeleben teilnehmen zu lassen. Der Tod ist nicht das Ende des Lebens, sondern Beginn eines neuen Lebens. Das macht den Tod und mit ihm den Friedhof so wertvoll. Eine Einheit mit dem Friedhof bildet das Ehrenmal. Lange Zeit erinnerten zwei Gedenktafeln in der Turmkapelle der Kirche an die Gefallenen und Verstorbenen der beiden Weltkriege. Zugleich aber wurde immer wieder der Wunsch geäußert, für die Opfer der Kriege auf dem Gemeindefriedhof ein äußeres Zeichen zu setzen. 1980 übernahm der Architekt Franz Kemper die Planung und Ausführung. Mitglieder der Seniorengemeinschaft bereiteten die Fundamente, auf die dann mit einem Radlader fachgerecht die schweren Sandsteinblöcke, versehen mit Bronzeplatten, gesetzt wurden. Auf vier Bronzeplatten sind die Namen der Gefallenen und Verstorbenen der beiden Weltkriege geschrieben. Auf der fünften Platte begegnet uns die leidende Mutter, die Pieta, vom Künstler Krautwald aus Rheine dargestellt. Das Ehrenmal ist nicht nur eine Stätte des Gedenkens, sondern auch eine Mahnung. Das Bibelwort: "eine größere Liebe hat niemand, als der sein Leben hingibt für seine Freunde", gibt uns den Auftrag, für eine friedvolle Zukunft unser Leben einzusetzen.

 

Fakten:

Adresse des Friedhofs
Heilig Kreuz, Engeland Esch 41
46325 Borken –Borkenwirthe

Oeffnungszeiten
Der Friedhof ist immer geoeffnet

Rektoratsverwalter
Pater Klein-Hessling
Telefon 02862/30212

Friedhofsmeister
Telefon 02861/5084

Adresse der Friedhofsverwaltung
Heilig Kreuz, Engeland Esch 41
46325 Borken –Borkenwirthe

Ansprechpartner
Pater Klein-Hessling
Telefon  02862/30212

Sprechzeiten
nach Absprache

Friedhofstraeger
Kath. Kirchengemeinde Heilig Kreuz, Borkenwirthe

Groesse des Friedhofs
0,56 ha

Autor: Redaktion Borkener Zeitung